Mother´s Baby

Mother´s Baby
(Ab 12 Jahren / 108 Minuten)

Julia und Georg, beide in ihren Vierzigern, sehnen sich nach einem Kind. Bisher blieben alle Bemühungen erfolglos. Doch der charismatische Dr. Vilfort gibt ihnen Hoffnung, und tatsächlich ist die neuartige Behandlung in seiner Klinik erfolgreich – Julia wird schwanger. Doch nach der Geburt wird das Baby sofort weggebracht. Als die frischgebackene Mutter ihr Neugeborenes am folgenden Tag endlich in den Armen hält, fühlt sie sich seltsam distanziert. Warum ist das Baby so still und apathisch? Irgendetwas stimmt hier nicht.

Was, wenn die Geburt eines Kindes statt des erhofften Familienglücks ganz andere Gefühle auslöst – Ängste und Bedauern, eine Depression?
Johanna Moders Auseinandersetzung mit der Thematik ist unbequem, emotional komplex und herrlich düster. Marie Leuenberger («Die göttliche Ordnung») verkörpert Hauptfigur Julia mit kühler Intensität.
MOTHER’S BABY feierte seine Weltpremiere im Wettbewerb der Berlinale 2025: Ein fantasievoller Thriller über das Eltern-Werden aus Österreich, der Schweiz und Deutschland.

Kinowoche vom 19. Februar bis 25. Februar
So. 22.02.
20 Uhr



Sentimental Value

Sentimental Value
(Ab 12 Jahren / 133 Minuten)

Nora und Agnes verbindet eine komplexe Beziehung zu ihrem Vater, der seine Arbeit stets über die Familie stellte. Nun steht Gustav nach Jahren der Funkstille plötzlich wieder vor der Tür – mit einem charmanten Grinsen und dem emotionalen Gepäck eines halben Lebens. Augenblicklich geraten alte Familiendynamiken ins Rollen. Und nach und nach wird deutlich, dass sich Vater und Töchter ähnlicher sind, als sie glaubten. Vielleicht ist es doch nicht zu spät für einen Neuanfang? 

Sentimental Value : Ein Meisterwerk voller Gefühl und Verstand

Kinowoche vom 26. Februar bis 04. März
Di. 03.03.
20 Uhr



Die Möllner Briefe

Die Möllner Briefe
(Ab 12 Jahren / 96 Minuten)

Im November 1992 zerstörte der rassistische Brandanschlag von Mölln die Leben von İbrahim Arslan und seiner Familie. Der damals siebenjährige İbrahim überlebte, verlor aber seine Schwester, seine Cousine und seine Großmutter. Die Stadt Mölln erhielt Hunderte Briefe mit Solidaritätsbekundungen, von denen aber fast drei Jahrzehnte niemand Notiz nahm. Der Film folgt İbrahim bei der Entdeckung dieser Briefe und bei der Begegnung mit drei ihrer Verfasser*innen. Zugleich zeichnet er ein komplexes Porträt des anhaltenden Traumas, das İbrahim und seine Geschwister bis heute beeinträchtigt. İbrahim hat einen Umgang mit den Geschehnissen gefunden, indem er aktiv gegen Rassismus kämpft und sich für eine Erinnerungskultur einsetzt, die die Opfer ins Zentrum stellt. Sein Bruder Namik hingegen befindet sich noch am Anfang seines Wegs der Bewältigung.
Der Film beleuchtet nicht nur die Erfahrungen der Überlebenden, er deckt auch die große Solidarität auf, die es damals gab – eine Solidarität, von der die Opfer bis zu diesem Zeitpunkt nichts wussten. Er schlägt eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart und nimmt eine Perspektive des Erinnerns ein, die den Stimmen der Betroffenen den Raum und die Anerkennung gibt, die sie verdienen. (Berlinale)

Vorschau