Kalter Hund

Kalter Hund
(Ab 12 Jahren / 130 Minuten)

Marianne ist ziemlich überrascht, als sie Herrmann am Morgen seines 100. Geburtstags tot in seinem Bett findet. Ihr Gatte hat sich der opulenten Feier mit Verwandtschaft und Lokalpresse gekonnt durch eine Überdosis Tabletten – eigentlich für den Familienmops Berlusconi angedacht – entzogen. Eine Unverschämtheit, die Marianne nicht an die große Glocke hängen will. Und so sieht sich die Familie gezwungen, ein absurdes Schmierentheater zu veranstalten, um das Bild der anerkannten Vorzeige-Familie vor den geladenen Gästen aufrechtzuerhalten. Während die Leiche des Patriarchen noch durchs Haus manövriert wird, entbrennt bereits ein erbitterter Streit um das Erbe. Doch das Testament ist verschwunden und zwischen gierigen Erben, verdrängten Wahrheiten und einer Familienaufstellung mit einem exzentrischen Schamanen kommen dunkle Geheimnisse ans Licht.

Mit bissigem schwarzen Humor, messerscharfen Dialogen und einem feinen Gespür für familiäre Abgründe erzählt KALTER HUND von Macht, Geld und den Absurditäten bürgerlicher Fassaden. Das ebenso radikale wie persönliche Spielfilmdebüt von Pauline Roenneberg feierte seine Weltpremiere auf dem Filmfest München und glänzt mit einem hochkarätigen Ensemble rund um Corinna Harfouch (STERBEN) und Lea Drinda (IN DIE SONNE SCHAUEN).

Kinowoche vom 29. Oktober bis 04. November
Di. 03.11.
20 Uhr



Hiddensee

Hiddensee
(Ohne Altersbeschränkung / 119 Minuten)

Hiddensee, ein nur 17 Kilometer langer Streifen Land in der Ostsee, geliebt als Sehnsuchtsort der Freiheit. Sonnenanbeter, Nacktbader, Künstler, Punks und Prominente strömen seit jeher in Scharen auf die Insel. Der Dokumentarfilm reist durch ein ganzes Jahrhundert bis in die goldenen 1920er zurück, als die intellektuelle Avantgarde hier zu Hause ist – wie Stummfilmstar Asta Nielsen oder Literatur-Nobelpreisträger Gerhart Hauptmann. Damals wie heute ist Hiddensee gezeichnet von politischen Verwerfungen, die sich im ganzen Land abspielen. Deutschland im Miniaturformat. Mehrere Erzählstränge, verschränkt über Zeiten und Generationen, führen schließlich zu den sich unaufhörlich zuspitzenden Spannungen der Gegenwart.

In hypnotisch schönen Schwarz-Weiß-Bildern verwebt die preisgekrönte Regisseurin Annekatrin Hendel Landschaft, Geschichte und Schicksale zu einem faszinierenden Porträt und blickt wie durch ein Brennglas auf Bewegungen, die weit über die legendäre Ostseeinsel hinausreichen. HIDDENSEE ist ein gleichsam poetisches wie beunruhigendes Kinoerlebnis voller visueller und erzählerischer Kraft.

Kinowoche vom 05. November bis 11. November
So. 08.11.
20 Uhr



Hirten

Hirten
(Ab 12 Jahren / 114 Minuten)

Mathyas tauscht sein Leben als junger Werbefachmann in Montreal ein, um Schäfer in der Provence zu werden. Die harte Realität der Hirtenwelt zwingt ihn jedoch dazu, seine romantische Vorstellung von diesem Beruf zu hinterfragen. Der Besuch von Élise, einer Beamtin, die ihren Job kurz entschlossen gekündigt hat, gibt Mathyas‘ Suche eine neue Richtung. Gemeinsam begeben sie sich auf die Wanderschaft mit einer Schafherde in ihrer alleinigen Verantwortung. An den Begegnungen und bestanden Prüfungen in den Bergen gewachsen, erschaffen sie sich ein neues Leben.

Der Film ist inspiriert vom Roman „D’où viens-tu, berger?“ („Wo kommst du her, Hirte?“) von Mathyas Lefebure und gewann am Toronto International Film Festival 2024 den Preis für den Besten kanadischen Film.

Kinowoche vom 12. November bis 18. November
So. 15.11.
20 Uhr



Gentle Monster

Gentle Monster
(Ab 16 Jahren / 115 Minuten)

Die Konzertpianistin Lucy (Léa Seydoux) zieht mit ihrem Mann Philip (Laurence Rupp) und dem gemeinsamen Sohn aufs Land, wo sich der Filmemacher langsam von einem Burnout erholt. Eines Tages steht die Polizei für eine Hausdurchsuchung vor der Tür. Der Vorwurf, den Sonderermittlerin Elsa (Jella Haase) gegen Philip erhebt, wiegt schwer und stellt Lucys Welt auf den Kopf. Wer ist der Mann, den sie liebt, wirklich?

Eine Geschichte über Lucy und Elsa, über Vertrauen und Täuschung, über Liebe und die Ehrlichkeit zu sich selbst.

Kinowoche vom 19. November bis 25. November
Di. 24.11.
20 Uhr