Red Cunt - Reconsidering Periods

Red Cunt - Reconsidering Periods
(Ab 12 Jahren / 86 Minuten)

Die Farbe Rot spielt eine große Rolle im Leben von Frauen – nicht nur, weil zahllose Kosmetika suggerieren, dass viele sichtbare Körperteile wie Lippen, Wangen und Fingernägel etwas roter sein könnten, als sie sind. Nein, auch im Unsichtbaren, Versteckten herrscht die Farbe Rot vor. Kein Wunder also, dass die Frauen des Lauterbacher Altweibersommers 2022 sich in diesem Jahr ganz der vielseitigen Farbe verschrieben haben.

Bei dem nicht so öffentlichen Rot setzt die Auftaktveranstaltung der Reihe an: „Red Cunt – Reconsidering Periods“ ist ein Film, der sich mit dem Tabu um die Menstruation beschäftigt. Noch immer wird diese als etwas Schmutziges dargestellt; in der Werbung für sogenannte „Hygieneartikel“ wird das reine Blut mit blauer Flüssigkeit lediglich symbolisiert. Unterschwellig werden damit Gefühle wie Unsicherheit, Ekel und Peinlichkeit verfestigt – selbst bei Frauen. „Mit diesem Film wirft Regisseurin Toti Baches einen Blick auf ein Thema, das gerade uns Frauen nicht peinlich sein sollte – auch wenn Erziehung und Werbung so etwas suggerieren“, sagte Steffi Dörr vom Lauterbacher Lichtspielhaus, die zur Aufführung des Films am 9. Oktober um 17 Uhr auch die Regisseurin gewinnen konnte. „Es liegt auf der Hand, dass wir zu dieser Veranstaltung insbesondere Frauen einladen: junge und alte, Mütter und Töchter, Freundinnen, Schwestern“ empfiehlt Christiane Pflug, Initiatorin des Altweibersommers.

RED CUNT ist ein Dokumentar- und Animationsfilm über die Menstruation und deren Tabus. Wir entstauben die Regel und positionieren sie dort, wo sie hingehört, inmitten der Gesellschaft und nicht am Rande. Warum ist sie so diskriminiert? Wer zieht denn Vorteile aus dieser Tabuisierung, welchen Status genieße die Regel, wenn sie die Männer hätten? Diese und viele andere Fragen werden im Film mit Hilfe von Mensi vertieft, ein Blutwessen, welches Isabel ein paar Tage im Monat auf Schritt und Tritt Jahre lang begleitet.

RED CUNT untersucht auf lustiger und vielseitiger Weise die Rolle der Menstruation in unserer Gesellschaft. Mensi nimmt sich vor, Isabels Welt zu verändern und entdeckt eine ganze Palette an feministischen Projekten, die eine Menge Lösungen für die eher negativ ausfallenden Erkenntnisse ihrer Beobachtungen anbieten. Mit Mensi lernen wir u.a. eine Feministin, die Vulva-Watching-Kurse gibt, eine Wrestlerin oder einen menstruierenden Mann kennen. 

Kinowoche vom 06. Oktober bis 12. Oktober
So. 09.10.
17 Uhr