Landrauschen - Zur Webseite

Landrauschen
(Ab 12 Jahren / 103 Minuten)

Mit einer Mischung aus dokumentarischen Aufnahmen und der Arbeit mit Laiendarstellern, die in ihrer eigenen Mundart sprechen, wird die authentische Atmosphäre eines realen Dorfes in einer fiktiven Geschichte neu erdacht und die tiefen Identitätskonflikte darin aufgedeckt.

Statt eines in den Dialogen im Detail ausformulierten Drehbuches, wird ein Drehbuchkonzept verwendet. Dieses soll die Schauspieler zu einem freien Spiel animieren und Raum für eigene Improvisation lassen.

Den Rahmen bildet eine Geschichte, in der sich traditionelle Erzählmuster und Charaktere des Bauerntheaters oder des klassischen Heimatfilms wiederfinden. Diese werden durch subversive Machart und postmoderne Erzählweise zunächst unterwandert und dadurch erdacht und. Neben der Mundart dient als Stilmittel auch die organische Kameraführung.

Landrauschen entstand ohne öffentliche Filmförderung mit Hilfe einer Crowdfundingkampagne auf Startnext und lokalen Sponsoren. Im Januar 2018 gewann der Film den Max Ophüls Preis für den Besten Spielfilm, das beste Drehbuch sowie den Preis der Ökumenischen Jury. Im Februar lief er als Gast der Perspektive Deutsches Kino.

Kinowoche vom 08. November bis 14. November
So. 11.11.
20 Uhr



Mackie Messer - Brechts Dreigroschenfilm - Zur Webseite

Mackie Messer - Brechts Dreigroschenfilm
(Ab 6 Jahren / 130 Minuten)

Nach dem überragenden Welterfolg von „Die Dreigroschenoper“ will das Kino den gefeierten Autor des Stücks für sich gewinnen. Doch Bertolt Brecht (Lars Eidinger) ist nicht bereit, nach den Regeln der Filmindustrie zu spielen. Seine Vorstellung vom „Dreigroschenfilm“ ist radikal, kompromisslos, politisch, pointiert. Er will eine völlig neue Art von Film machen und weiß, dass die Produktionsfirma sich niemals darauf einlassen wird. Ihr geht es nur um den Erfolg an der Kasse. Während vor den Augen des Autors in seiner Filmversion der Dreigroschenoper der Kampf des Londoner Gangsters Macheath (Tobias Moretti) mit dem Kopf der Bettelmafia Peachum (Joachim Król) Form anzunehmen beginnt, sucht Brecht die öffentliche Auseinandersetzung. Er bringt die Produktionsfirma vor Gericht, um zu beweisen, dass die Geldinteressen sich gegen sein Recht als Autor durchsetzen … Ein Dichter inszeniert die Wirklichkeit – Das hat es noch nie gegeben!

Nach „Die Dreigroschenoper" von Bertolt Brecht und Kurt Weill unter Mitarbeit von Elisabeth Hauptmann sowie „Die Beule – Ein Dreigroschenfilm", „Dreigroschenroman", „Der Dreigroschenprozeß – Ein soziologisches Experiment“ und weiteren Texten von Bertolt Brecht.

Kinowoche vom 15. November bis 21. November
So. 18.11.
20 Uhr



Nach dem Urteil - Zur Webseite

Nach dem Urteil
(Ab 16 Jahren / 94 Minuten)

Miriam ist fassungslos, als das Gericht ihrem unberechenbaren Ex-Mann Antoine das Besuchsrecht für den gemeinsamen Sohn Julien zuspricht. Von nun an soll der 11-Jährige jedes zweite Wochenende bei seinem Vater verbringen. Die Besuche bei Antoine werden für Julien zur Tortur. Während Miriam daheim krank vor Sorge wartet, setzt Julien alles daran, seinen um Annäherung bemühten Vater nicht zu provozieren. Aber ist Antoine wirklich ein Pulverfass?

Mit seiner bedrohlichen Intensität zieht Xavier Legrands ergreifender Beziehungsthriller den Zuschauer völlig in seinen Bann. Das Spielfilmdebüt des oscarnominierten® Regisseurs besticht durch die grandiosen Leistungen seiner Hauptdarsteller Léa Drucker, Denis Ménochet und allen voran Nachwuchstalent Thomas Gioria, der seiner Figur eine berührende Verletzlichkeit verleiht. Der weltweite Festivalerfolg gewann zahlreiche Filmpreise, darunter den Silbernen Löwen für die Beste Regie bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig.

Kinowoche vom 22. November bis 28. November
So. 25.11.
20 Uhr