Start ab 24. November:

Nominierte Filme für den Hess. Film- und Kinopreis 2022/3

Nominierte Filme für den Hess. Film- und Kinopreis 2022/3
(Ohne Altersbeschränkung / 120 Minuten)

Das Lichtspielhaus Lauterbach zeigt an 3 Tagen im November nominierte Lang- und Kurzfilme für den Hessischen Film- und Kinopreis. Wer in der jeweiligen Kategorie Gewinner des Preises ist, wird Ende November in 3 Veranstaltungen bekannt gegeben. 

Am Freitag, den 25.11.2022 zeigen wir den Hochschulabschlussfilm EIN LEBEN AUF SEE von Bente Rohde und den Kurzfilm NEMESIS von Philipp Mehler.

Zum Hochschulabschlussfilm:
Die Jury: Einen Film auf engstem Raum zu drehen, ist schwierig. Dies auf einem kleinen Kutter zu tun, ist eine Herkulesaufgabe. Dennoch hat Bente Rohde dieses Abenteuer gewagt und belohnt sich und das Publikum mit einem intimen Blick in das Innenleben dreier Büsumer Krabbenfischer. Geschickt spannt sie den Bogen von der privaten Lebenswelt dieser Männer hin zu den großen Themen unserer Gesellschaft. Denn deren Sorgen, die sich aus geringen Fangquoten ergeben, führen direkt zu Problemfeldern wie Überfischung und Klimawandel. "Ein Leben auf See" ist ein wichtiger Film, der nachwirkt.

Zum Kurzfilm:
Die Jury: "Zwei Männer, Bestatter, ein Auto, ein Toter im Sarg, eine Phobie, ein Drehort. Daraus entwickelt der Regisseur eine gelungene und ungewöhnliche Tragikomödie. Die Schwarz-Weiß-Ästhetik knüpft an die Stummfilmklassiker an. Die schauspielerische Leistung der beiden Protagonisten stellt glaubwürdig eine Freundschaft der beiden Bestatter dar. Beeindruckende, einfühlsame und humorvolle Dialoge und die intensive Kameraarbeit auf engstem Raum bestimmen den Mikrokosmos ,Männer' in ausgezeichneter Weise. Eine gelungene filmische Form für eine intime, traurige und zugleich humorvolle Situation."

Kinowoche vom 24. November bis 30. November
Fr. 25.11.
20 Uhr


49 Problems (and my future is one)

49 Problems (and my future is one)
(Ohne Altersbeschränkung / 87 Minuten)

Der Dokumentarfilm "49 Problems (and my future is one)" zeigt die Geschichte um die inhaftierte Umweltaktivistin "Ella" und begleitet die Proteste gegen die Bundesautobahn "A49" über ein Jahr.

Es ist der 26.11.2020. Auf der von Aktivist*innen besetzten Autobahn-Trasse, welche bei Stadtallendorf durch den Dannenröder Wald führen soll, soll Ella von dem SEK-Beamten mit der Kennziffer "K214" von einem Baum geholt werden. Ihr wird vorgeworfen K214 in 15 Metern Höhe ins Gesicht getreten zu haben. Ella ist der Name, den sie sich in Gewahrsam gab. Ihre bürgerliche Identität verweigert sie anzugeben. Die nächsten sechs Monate bis zum Gerichtsprozess wird sie in Untersuchungshaft verbringen. Währenddessen frisst sich die A49 weiter durch den Dannenröder Wald und umliegende Trinkwasserschutzgebiete. Im Gleental sollen Brückenpfeiler 30 Meter tief in die Wasserschutzzone gegraben werden. Die Bauarbeiten werden von Aktivist*innen blockiert, später gelingt es sogar einen Baustopp für dieses Gebiet zu erzielen. Doch wie soll es möglich sein eine Autobahn, die von der Mehrheit gewollt ist, langfristig aufzuhalten?

Zwischen Desillusionierung und Entschlossenheit haben Anja, Christiane und Claudia eine Entscheidung†getroffen∫†„Wir†haben†schon†lange†genug†gehofftƆWir†bleiben†dranÆ“ Sie gehören zu den engen Bezugspersonen Ellas und begleiten sie durch die Zeit im Gefängnis und ihren Gerichtsprozess. In der Frankfurter JVA darf sie nur 1x monatlich besucht werden. Nach 210 Tagen in Untersuchungshaft wird Ella zu einer Haftstrafe von über 2 Jahren verurteilt. Während Ella, Anja, Christiane und Claudia am Boden zerstört sind, beginnt hinter den Kulissen die Vorbereitung für den großen Berufungsprozess - Runde 2 für Ella am Landgericht Gießen.

„49†Problems“†zeigt†den†Bau†einer†Autobahn†inmitten†der†Klimakrise†und†lädt†Zuschauer™innen zur Beobachtung der weitreichenden Folgen bis hin in den Gerichtssaal ein.

Wir freuen uns, dass der Filmemacher MAXI BUCK zu uns ins Lichtspielhaus kommt, um seinen Film persönlich vorzustellen.

Kinowoche vom 24. November bis 30. November
Sa. 26.11.
20 Uhr


Die Zeit, die wir teilen - Zur Webseite

Die Zeit, die wir teilen
(Ab 12 Jahren / 101 Minuten)

Die Pariser Verlegerin Joan Verra (Isabelle Huppert) trifft nach Jahrzehnten ihre erste große Liebe wieder. Aufgewühlt verlässt sie Paris und zieht sich in ihr Landhaus zurück. Dort beginnt sie, ihr Leben Revue passieren zu lassen. Joans Erinnerungen verdichten sich mehr und mehr zu einer emotionalen Reise, bei der Wunsch und Wirklichkeit verschwimmen. Doch sie ist nicht allein: Es begleiten sie der exzentrische Schriftsteller Tim Ardenne (Lars Eidinger), der als einzige Konstante fest an ihrer Seite zu stehen scheint, und ihr Sohn Nathan (Swann Arlaud), den sie allein großzog.

Der Film mit dem Originaltitel A PROPOS DE JOAN feierte seine Weltpremiere auf der 72. Berlinale. Und damit genau dort, wo die großartige Isabelle Huppert mit dem Goldenen Bären für ihr Lebenswerk ausgezeichnet wurde. In ihrem neuen Film verkörpert sie Joan Verra in ihrer Paraderolle als selbstbewusste, aber unnahbare Frau. Lars Eidinger spielt mit seinem Image als Schauspieler, der sein Leben zu einer einzigen Kunst-Performance macht und glänzt als unverbesserlich stur Verliebter.

Kinowoche vom 24. November bis 30. November
So. 27.11.
Di. 29.11.
20 Uhr
20 Uhr


Into the Ice

Into the Ice
(Ohne Altersbeschränkung / 88 Minuten)

Ein atemberaubender Dokumentarfilm, der uns mit drei der bedeutendsten Gletscherforschern buchstäblich in das grönländische Inlandeis hinein führt. Erzählt von CAMPINO.

Mit ihren bahnbrechenden Forschungen tragen Jason Box, Alun Hubbard und Dorthe Dahl-Jensen dazu bei, herauszufinden, wie schnell das Eis wirklich schmilzt – und welche Auswirkungen das für uns Menschen hat. Aufrüttelnde neue Erkenntnisse treffen auf spektakuläre Natur- und Expeditionsaufnahmen, wenn die Forscher z.B. fast 180 Meter tief in eine sogenannte Gletschermühle hinabsteigen – ein Weltrekord.

INTO THE ICE ist eine Entdeckungsreise zu den riesigen Eismassen Grönlands, deren Schmelzen das Leben auf unserem Planeten verändern wird.
Eine dokumentarische Erzählung über Wissenschaft, Natur und Abenteuer, die sich alle, die an unserer Zukunft interessiert sind, unbedingt anschauen sollten!

 

Kinowoche vom 24. November bis 30. November
Mo. 28.11.
20 Uhr


Der Vogelsberg - Bedrohte Lebensquelle im Herzen Hessens

Der Vogelsberg - Bedrohte Lebensquelle im Herzen Hessens
(Ohne Altersbeschränkung / 50 Minuten)

Der Vogelsberg als Quellregion für ganz Mittelhessen und den Ballungsraum Rhein-Main steht im Mittelpunkt eines Films, der sich sowohl mit der vulkanischen Vergangenheit als auch der Nutzung der Grundwasserressourcen mahnend auseinandersetzt. Der 50minütige Dokumentarfilm „Der Vogelsberg – bedrohte Lebensquelle im Herzen Hessens“ wurde in den Jahren 2021/22 von Till Arnold,einem Studenten der Justus-Liebig-Universität, als Abschlussarbeit im Fachbereich Geographie vorgelegt und mit dem akademischen Grad Bachelor of Science (B.Sc.) ausgezeichnet.

Die Vulkanregion Vogelsberg gehört zu den wasserreichsten Regionen in Hessen. Der besondere vulkanische Untergrund, welcher zum größten Teil aus Basalt und tuffig, tonigen Lagen besteht, sorgt für große Speicherkapazitäten und liefert weiches Trinkwasser in höchster Qualität.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde damit begonnen, das Wasser der Vulkanregion mittels Fernwasserleitungen überregional zu nutzen, was über die folgenden Jahrzehnte zu einem enormen Anstieg der jährlichen Gesamtfördermengen führte. In den 1980er Jahren erreichen die Mengen schließlich ihre Spitzenwerte, was zu erheblichen ökologischen Schäden führte. Proteste der Bevölkerung vor Ort waren die Folge, die bis heute andauern.

Nach wie vor ist die Region Vogelsberg die wichtigste Wasserquelle für Mittelhessen sowie für das Rhein-Main Gebiet. Zwar wurden die Fördermengen in den letzten dreißig Jahren deutlich reduziert, dennoch ist die Wassernutzung auf einem unnatürlich hohen Niveau, was vor allem in Kombination mit dem voranschreitenden Klimawandel, immer wieder zu Problemen führt. Der Sommer 2022 und die vorangegangen Trockenjahre haben aufgezeigt, dass das Grundwasser eine endliche Ressource ist.

Till Arnold gelingt es in seinem Film den Bogen zu schlagen zwischen der geologischen Entstehung des Vogelsberges, der Entwicklung der heutigen Bodenformen und der Nutzung der daraus resultierenden Wasserreserven für den steigenden Bedarf der Menschen. Beeindruckende Vogelperspektiven zeigen die Vulkanregion von oben. Verschiedene Akteure innerhalb und außerhalb des Vogelsberges kommen zu Wort, um den Vogelsberg als Vulkanregion, Nationaler Geopark, Naturraum und Erholungsort zu beschreiben.

Wir freuen uns, dass im Anschluss an den Film Till Arnold mit uns über seinen Film spricht.

Der Eintritt ist frei. Spenden werden dankbar angenommen.

Kinowoche vom 24. November bis 30. November
Mi. 30.11.
20 Uhr


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