Start ab 07. März:

Schau mich an

Schau mich an
(Ohne Altersbeschränkung / 110 Minuten)

Um von ihrem Vater Anerkennung und Liebe zu erhalten, ist die nicht gerade schlanke Tochter eines ebenso eitlen wie umschwärmten französischen Verlegers zu vielem bereit. Doch in aller Regel erntet sie nur abfällige Kommentare. Erst als ihre Gesangslehrerin auf den Vater aufmerksam wird und für ihren Mann, einen erfolgreichen Schriftsteller, eine Chance wittert, kommt Bewegung ins Leben der Tochter. Ein Reigen emotionaler Abhängigkeiten und Bedürfnisse setzt sich in Bewegung. Solide erzählte, mit pointierten Dialogen gewürzte Gesellschaftssatire aus dem Pariser Intellektuellen-Milieu. Das Duo Jaoui/Bacri präsentiert einmal mehr eine bissig-humorvolle zeitgenössische "comédie humaine".
Um ihren mit einer fast gleichaltrigen Frau verheirateten, arroganten Vater Etienne zu beeindrucken, einen erfolgreichen Autor, nimmt die pummelige, unsichere Lolita Gesangsstunden bei Sylvie. Die ist verheiratet mit einem von Selbstzweifeln geplagten Schriftsteller. Bald gehört das Paar zum Freundeskreis von Etienne, der die Karriere des Erfolglosen mit einer Portion Vitamin B anschiebt. Fünf Jahre nach ihrem fulminanten Regiedebüt "Lust auf Anderes" bezaubert Agnès Jaoui mit dieser spitzzüngigen und dennoch warmherzigen Komödie, ein Höhepunkt des Cannes-Festivals. Angesiedelt im bürgerlichen Pariser Milieu, lässt Jaoui keine Gelegenheit aus, sich über Nabelschau und Selbstbeweihräucherung der Intellektuellen zu mokieren, mit milder und manchmal scharfer Ironie die Schwächen und Stärken ihrer Protagonisten zu zeichnen.

Kinowoche vom 07. März bis 13. März
Do. 07.03.
20 Uhr


Eine Million Minuten

Eine Million Minuten
(Ohne Altersbeschränkung / 123 Minuten)

Eigentlich weiß es jeder: Die wirklich wichtigen Dinge stehen auf den blöden To-do-Listen nicht drauf. Aber warum eigentlich nicht? – Von außen betrachtet führen Vera (Karoline Herfurth) und Wolf Küper (Tom Schilling) mit ihren beiden Kindern Nina (Pola Friedrichs) und dem ein­jährigen Bruder Simon (Piet Levi Busch) ein Traumleben: eine schöne Wohnung in Berlin, er macht als Biodiversitätsforscher und Gutachter für die Vereinten Nationen Karriere, sie hat neben Haushalt und Kindern noch einen Job als Bauingenieurin mit Schwerpunkt Nachhaltigkeit. Doch bei genauerem Hinsehen sieht es ganz anders aus: Die Ehe kriselt, und beide sind, wie die meisten Paare, in dem unglücklichen Dilemma, beim Jonglieren des Alltags das Gefühl zu haben, dem Leben vorn und hinten nicht mehr gerecht zu werden. Als bei Nina eine Entwicklungsverzögerung diagnostiziert wird, ist Wolf und Vera klar, dass sich spätestens nun etwas grundlegend ändern muss.
Eines Abends beim Zubettgehen sagt Nina auf einmal: „Ach, Papa, ich wünschte, wir hätten eine Million Minuten. Nur für die ganz schönen Sachen, weißt du?“ Der Wunsch trifft Wolf mitten ins Herz, und auf einmal wird ihm klar, dass es viel wichtiger ist, wie es Nina, Vera und Simon geht, und jede gemeinsame Minute wertvoller ist als eine glänzende Karriere.
Eine Million Minuten, 694 Tage, knapp zwei Jahre. Los geht’s! Erst nach Thailand, dann weiter nach Island. Die Küpers machen sich auf die Suche nach einem neuen, einem anderen Lebensmodell und stellen dabei jeden Tag aufs Neue fest: Wir haben jede Minute nur einmal.

Kinowoche vom 07. März bis 13. März
Fr. 08.03.
Mo. 11.03.
Di. 12.03.
Mi. 13.03.
20 Uhr
20 Uhr
20 Uhr
15 Uhr


15 Jahre

15 Jahre
(Ab 12 Jahren / 143 Minuten)

Mit 15 JAHRE präsentiert Autor und Regisseur Chris Kraus (DIE BLUMEN VON GESTERN, POLL) eine markante Filmfigur, an die sich das deutsche Kinopublikum erinnern dürfte: Gemeinsam mit Hauptdarstellerin Hannah Herzsprung setzt er die Geschichte der genialen und psychisch hochkomplexen Klavierspielerin Jenny von Loeben fort, die im Jahr 2007 mit dem Gefängnisdrama VIER MINUTEN begonnen hat, einem internationalen Kino- und Festivalerfolg (u.a. Deutscher und Bayerischer Filmpreis, nominiert für den Europäischen Filmpreis, shortlisted Golden Globe).

In ihrer Jugend war die Pianistin Jenny ein musikalisches Wunderkind, doch das Leben meinte es nicht gut mit ihr. Nach 15 Jahren Haft wegen eines Mordes, den sie nicht begangen hat, ist von ihrem Talent nur Wut und Erinnerung geblieben. Als sie nach ihrer Entlassung aus dem Gefängnis im christlichen Glauben Halt sucht, erfährt sie, dass ihre Jugendliebe, einst verantwortlich für ihr Martyrium, unter dem Künstlernamen Gimmiemore ein international gefeierter Star geworden ist. Das überwältigende Bedürfnis nach Rache gefährdet ihre fragile Übereinkunft mit Gott und ihre Beziehung zu einem syrischen Musiker, der Jenny ehrliche Zuwendung und Vertrauen entgegenbringt. In einer zynischen TV-Talent-Show provoziert sie die Wiederbegegnung mit ihrem einstigen Peiniger und Geliebten und es kommt zu einem intimen Duell auf Leben und Tod.

Kinowoche vom 07. März bis 13. März
So. 10.03.
20 Uhr


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